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Die Achtklässler inszenieren:
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Das Haus der Temperamente ist im Fall der achten Klasse genau genommen ein Bungalow. Vier Zimmer reihen sich auf der Bühne aneinander und ihr Interieur lässt farblich (grün, rot, blau, gelb), aber auch vom Mobiliar her auf die verschiedenen Temperamente ihrer Bewohner schließen.
Der Klassenlehrer Dirk Hauf hat mit seinen Schülern die Posse von Johann Nestroy inszeniert und gerade wird zum ersten Mal ein Durchlauf im Saal geprobt – eine Woche vor der Premiere. Ganz links im „grünen Zimmer“ sitzt Herr von Fad, der Phlegmatiker, in seinem ausgedienten Sessel, neben ihm auf dem Sofa seine Tochter Agnes, die er seinem Jugendfreund versprochen hat. Diese jedoch ist längst heimlich verliebt in Robert, den Sohn aus der Cholerikerfamilie von Braus. Die Darstellerin der Agnes berichtet in der Pause: „Es ist sehr schwierig, alles so langsam und emotionslos zu machen, egal, ob es das Sprechen oder die Bewegungen sind.“ Und wenn sie an die Probensituation der letzten Wochen im Allgemeinen denkt, fügt sie hinzu: „Auch wenn ich alles eigentlich sehr cool finde, ist es zudem anstrengend, oft sehr lange hinter der Bühne zu sitzen, leise zu bleiben und zu warten, bis man wieder raus muss.“
Wer sein Kind auf eine Waldorfschule schickt, weiß, dass es hier nicht nur um die Vermittlung von Lerninhalten und kognitiven Fähigkeiten geht, sondern genau so viel Wert auf die Entwicklung der Schülerpersönlichkeit als Individuum und als Teil der Gemeinschaft gelegt wird. Gerade bei Klassenspielen wird geübt, einander zuzuhören, auf Verabredungen und den Einsatz zu achten. Dies wird während der Proben immer wieder zur Herausforderung und die Darsteller, die sich gerade auf der Bühne konzentrieren müssen, spüren wie sehr Stimmen und Geräusche aus dem Off den Spielfluss stören können.
Auch die Wahrnehmung der Temperamente spielt in der Waldorfpädagogik eine Rolle. Rudolf Steiner schlug vor, die Sitzordnung in der Unterstufe nach Temperamenten vorzunehmen. Er beschrieb das Beispiel von zwei nebeneinander sitzenden Cholerikern, die sich ihre Extreme durch gegenseitiges Abreagieren aneinander abschleifen würden. Der eine werde im anderen gespiegelt. Die Temperamente treten im Leben allerdings kaum nur einseitig auf, sondern jeder Mensch hat von allen vier Richtungen etwas, von der eine eben besonders hervorsticht.
Johann Nestroy akzentuiert in seiner Posse jedoch sehr deutlich und bringt sozusagen einpolig die Ausprägungen auf den Punkt. Dennoch durchmischen sich die Temperamente im Laufe der Handlung auch, nicht aber innerhalb einer Person, sondern indem sich die jeweiligen Töchter anstatt in den von ihren Vätern erwählten Bräutigam, in die Nachbarssöhne mit dem gegenteiligen Temperament verlieben. Da gibt es ein reges Türenklappern und Hin- und Herlaufen zwischen Zimmern und Temperamentzonen, die zu vielen humorvollen Verwicklungen führen.
Felicitas stellt im strahlend gelben Kleid die Tochter des Herrn Froh dar. Sie darf, sie muss Heiterkeit und Lebendigkeit auf die Bühne bringen. Auch ihr hat das Spaß gemacht: "Nur wenn ich manchmal kurz vom Froh-sein wieder zum Traurig-sein wechseln muss, ist das gar nicht so leicht", beschreibt die 14 Jährige ihre Erfahrung auf der Bühne. Die Rollenverteilung für das Klassenspiel lief über Improvisationen und die Eigeneinschätzung der Schüler. Nermina Kukic-Leipacher, deren Sohn auch die Klasse besucht, ist Schauspielerin und Regisseurin. Während Herr Hauf für die Projektleitung verantwortlich war, übernahm sie maßgeblich die Probenarbeit. „Wichtig ist es, immer zu berücksichtigen, dass bei der Besetzung die pädagogischen vor den künstlerischen Erwägungen stehen. Keiner soll mehr tragen, als er kann, aber er soll auch nicht unter seinen Möglichkeiten bleiben“, bringt sie als wichtigen Punkt bei der Arbeit mit den Schülern an. Am Ende des Stückes siegt die Liebe über alle Einseitigkeiten und strenge Vorstellungen, und alle Darsteller, ob melancholisch, phlegmatisch, sanguinisch oder cholerisch in ihrer Rolle, swingen happy zur Musik. Andrea Vogelgesang |
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Nun beginnt’s zu wachsen
Nun beginnt`s zu wachsen, niemand kann es seh`n. Jeden Morgen spring ich, Neues zu erspäh´n. |
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Wie viele Tage braucht ein Hühnerei, bis sich die ersten Risse in der Schale bemerkbar machen? 21 Tage sitzt die Henne auf ihren Eiern, bevor die Küken schlüpfen. In der dritten Klasse von Frau Feige übernimmt das Brüten dieser Tage eine Brutmaschine, die im Klassenraum der 3g aufgebaut ist. Neben ihr hängt ein Kalender, in den die Schüler alle wichtigen Daten dieser 21 Tage eingetragen haben. Unübersehbar sind auch die Schilder, die die Embryonen vor der Gefahr bewahren sollen, dass beispielsweise die Putzfrau aus Versehen den Stecker aus der Maschine ziehen könnte. Die Begeisterung an dem Projekt ist den Kindern anzumerken. |
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Versiert beantworten sie alle Fragen und zeigen, dass sie ganz nebenbei zu Hühnerexperten geworden sind. 17 Eier liegen in der Brutmaschine. Nach neun Tage wird geschiert: Mithilfe einer Schierlampe werden die Eier durchleuchtet, um so zu sehen, ob sie unbefruchtet sind, der Embryo gut entwickelt oder eventuell abgestorben ist. Auch wenn die Brutmaschine vieles erledigt, gibt es täglich anfallende Aufgaben, die die Kinder gerne übernehmen. Sie kontrollieren täglich die Temperatur, die bei 37° liegen muss, sie wechseln das Wasser um eine adäquate Feuchtigkeit zu gewährleisten und überprüfen, ob die Maschine das Wenden der Eier zuverlässig durchführt, um zu verhindern, dass der Embryo an der Schaleninnenseite festklebt.
Nach dem Schlüpfen dürfen die Küken noch ein paar Tage in der Klasse bleiben, dann ziehen sie um auf die Schönheitsmühle. Die Klasse hat auch schon Besuch von der roten dritten Klasse sowie von der ersten und zweiten Klasse bekommen und ihr Hühnerwissen weitergegeben. Nun heißt es Daumen drücken, dass die Küken wie geplant an einem Dienstag schlüpfen.
Es gibt sogar noch weitere Lebewesen in der dritten Klasse: Auf dem Boden und den Fensterbänken türmen sich Kisten, Kästen, Töpfe und Eimer, in die die Kinder verschiedene Gemüse- und Obstsorten gesät oder gepflanzt haben - Tomaten, Erdbeeren, Kohlrabi, Kürbis, Kartoffeln, Kapuzinerkresse, Zuckererbsen, Schnittlauch, Basilikum, Ringelblumen, Buschbohnen und Baumwolle, um die sich die Kinder ebenso liebevoll kümmern.
Frau Feige erläutert: „In der dritten Klasse beschäftigen wir uns ausführlich mit dem Ackerbau, den alten Berufen und damit auch dem Leben, wie es früher auf Bauernhöfen stattgefunden hat. Wir gehen einerseits in die Welt hinaus, um diese Dinge kennenzulernen, durch diese Projekte können wir andererseits die Welt ins Klassenzimmer holen.“ Nach den Eisheiligen ziehen die Pflanzen nach draußen und vor den Sommerferien können die Kinder sie mit nach Hause nehmen. Auch die rote Klasse hat schon begonnen, Pflanzen in Kisten zu säen, um das Keimen und Reifen der Pflanzen zu beobachten. K. Meyer |
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Termine
Donnerstag, 28.04.2016, 19.00 Uhr Präsentation Schulumfrage für alle Eltern im Saal, anschließend Präsentation der Klassenumfrage in den einzelnen Klassen
Freitag, 29.04.2016, 19.30 Uhr Klassenspiel der 8. Klasse: Samstag, 30.04.2016, 19.30 Uhr Das Haus der Temperamente Sonntag, 1.05.2016, 18.00 Uhr von Johann Nestroy
Dienstag, 3.05.2016, 20.00 Uhr EA Klasse 5 und Klasse 10 Freitag, 6.05.2016, Brückentag Christi Himmelfahrt, schulfrei Montag, 9.05.2016, 20.00 Uhr EA der 1. Klasse Dienstag, 10.05.2016 Beginn der ZAP-Prüfungen Dienstag, 10.05.2016 20.00 Uhr EA 8. Klasse Mittwoch, 11.05.2016, 20.00 Uhr EA 2. Klasse |
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Termine KIGA
Donnerstag, der 12.05. 20.00 Uhr Gruppenübergreifender Eurythmie-Elternabend Donnerstag, 19.05. 20.00 Uhr Mitgliederversammlung
Periodische Termine: Elterncafé/Handarbeitskreis: Do von 8:30 bis 12:00 Uhr Initiativkreis: i.d.R. jeden 2. Do/Monat um 8:30 Uhr Leih- und Stöberbücherei: donnerstags von 8:00 bis 9:00 Uhr Elterncafé mit pädagogischem Thema: i.d.R. jeden 4. Do/Monat um 8:30 Uhr Vorstandssitzung: i.d.R. jeden 3. Mo/Monat um 20:00 Uhr Rudolf Steiner Kindergarten Gerresheim e.V. Diepenstr. 15, 40625 Düsseldorf, Tel: 0211-23 41 07, Fax: 0211-621 81 55 |
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Bücherstube
Erstklassige Bücher aus 2. Hand Öffnungszeiten: Do. 8 - 12 Uhr , Fr. 8-13 Uhr und zu allen Festen. Eingang an der Rückseite des Saalbaus, neben dem „Fuchsbau“ der OGS. |
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Stoff und Spiel
Liebe Kunden, wir haben die Wolle zum Trocken- und Nassfilzen reduziert. Auch auf die Osterartikel gibt es Prozente. Ihr Stoff und Spiel-Team |
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BIOraum
Liebe Kunden, wir haben unser Espresso-Sortiment erweitert: Lassen Sie sich von verschiedenen Kaffee-Variationen überraschen. Ihr BIOraum-Team |
Suche
Freundliche Allroundkraft in Immobilienverwaltung für Empfang / Zentrale / Assistenz Mo-Fr von 9 bis 13Uhr gesucht. marc-schwandt-immobilien.de |
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280. Mittwochsbrief
Redaktion: mittwochsbrief@waldorfschuleduesseldorf.de
Andrea Vogelgesang Tel.: 0211/6790245, Katharina Meyer, Oda Sabelberg, Stefan Kehrer, Dirk Hauf, Nina Acquaviva (Layout). Bezüglich der abgedruckten Beiträge nimmt die Redaktion keine inhaltliche Zensur vor, jedoch behalten wir uns Kürzungen vor.
Rudolf Steiner Schule • 40625 Düsseldorf • Tel.: 0211/232069 • Fax: 0211/233458
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