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AUF DEM WEG
Zum Abschied unserer Eurythmielehrerin Kumiko Kamino
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Entscheidende Veränderungen im Leben kündigen sich zuweilen auf prosaischen Schauplätzen - und wenn man es nicht karmisch sehen will - eher zufällig an. Für Kumiko Kamino war es eine rote Ampel in Freiburg. Dort war sie nach einem Aufenthalt in Priem am Chiemsee, wo sie zum ersten Mal fern vom heimatlichen Japan einen Deutschkurs besucht hatte, bei Freunden zu Besuch. Als sie an besagter Straßenkreuzung warten musste, fiel ihr auf der gegenüberliegenden Seite eine Japanerin ins Auge und bei grünem Licht kamen die beiden beim aneinander Vorbeigehen ins Gespräch. Dass es gerade eine Landsmännin war, über die sie Zugang zur Anthroposophie bekommen sollte, ahnte sie zu diesem Zeitpunkt nicht. Von ihr aber erhielt Frau Kamino Literatur zur Waldorfpädagogik und darüber erwachte ihr Interesse am Lehrerberuf. In Japan hatte sie zuvor Geschichte und Pädagogik studiert und in der Wirtschaft gearbeitet: „Zu unterrichten hatte ich mir damals nie vorstellen können. Einfach weil die Kinder im japanischen Schulsystem unter so viel Druck und Angst lernen müssen. Umso mehr interessierte mich nun der anthroposophische Ansatz.“ Eines Tages nahm sie ihre japanische Bekannte aus Freiburg - eher als Begleitung - zu einem Vorstellungsgespräch nach Witten/Annen mit. Dort sah Frau Kamino zum ersten Mal einen Eurythmiesaal von innen und war begeistert, vor allem von den phantastischen Farbtönen. „Während der Unterhaltung meiner Freundin mit dem Dozenten, stellte auch ich Fragen und nickte immer wieder höflich, auch wenn ich nicht alles verstand. Und so hatte ich, ohne es richtig zu bemerken, aufgrund meiner damaligen noch nicht perfekten Deutschkenntnisse in ein Studium eingewilligt. Von Eurythmie hatte ich überhaupt keine Ahnung, aber nach der allerersten Stunde wusste ich sofort: Das mache ich! Das ist mein Weg!“ erinnert sie sich. Insgesamt lernte sie fünf Jahre in Witten und immer wieder waren es wichtige menschliche Begegnungen, die sie weiterbrachten und bestärkten, in die Eurythmie einzutauchen. Ihre erste Stelle trat sie an einer Waldorfschule in Braunschweig an, bevor sie 1990 an der Diepenstraße begann und seitdem hier unterrichtet: in diesem, ihrem letzten Schuljahr sind es die erste, zweite, dritte gelb, fünfte, achte, zehnte und zwölfte Klassen mit 22 Wochenstunden. Im Rückblick auf die vielen Jahre Schulalltag erinnert sich Frau Kamino: "Natürlich gab es auch mal Schwierigkeiten und Probleme, aber ich fand immer "Helfer", zu denen auch viele Schüler gehörten. Dafür bin ich von ganzem Herzen dankbar." Von ihrer Begeisterung hat sie offensichtlich nichts eingebüßt. „Eurythmie ist tatsächlich, so wie Rudolf Steiner es sagte, seelisches Turnen, bei dem der ganze Mensch mit seinem Denken, Fühlen und Wollen angesprochen wird. Außerdem entwickeln und üben die Kinder die vier Ks: Konzentration, Kooperation, Koordination und Kreativität“, erklärt sie und weist darauf hin wie wichtig das Gefühl bei alledem ist. Mit Geisteswerken wie Musik oder Gedichten könne man sich auf diese Weise intensiv verbinden und die dahinterliegende Geistigkeit ließe sich erfühlen und verstehen. Dies analysiert und reflektiert sie natürlich noch nicht mit Unterstufenschülern, ab der Mittelstufe aber wird dies kontinuierlich aufgebaut. Wie wird ihr Leben nach der Waldorfschul-Zeit nun weitergehen? Es überrascht nicht, dass, Kumiko Kamino längst schon Pläne hat, die auch ihr Spezialgebiet betreffen. Sie hat vor, in Witten eine Weiterbildung zur Mentorin zu absolvieren, um dann Berufsanfänger bei ihrem Einstieg in die Unterrichtspraxis zu begleiten. Auch wenn ihr Düsseldorf zur zweiten Heimat geworden ist (unter anderem allerdings auch, weil im sogenannten Klein-Tokio ein vielseitiges japanisches Kultur- und Warenangebot Heimweh gar nicht so sehr entstehen lassen), schließt sie nicht aus, im hohen Alter in ihr Vaterland zurückzukehren. Man sieht: sie ist immer auf dem Weg und so scheint der Vergleich ihres Namens mit dem spanischen Camino (Weg) mehr als angebracht. Andrea Vogelgesang |
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Termine
Freitag, 27.05.2016, Brückentag Fronleichnam, schulfrei Donnerstag, 02.06.2016, 18.30 -20.15 Uhr Schulkonferenz, Haus am See Montag, 6.06.2016, 20.00 Uhr EA Klasse 5 Dienstag, 07.06.2016, 19.30Uhr EA Klasse 3rot, 20.00 Uhr EA Klasse 9 Mittwoch, 08.06.2016, 20.00 Uhr EA Klasse 1
Kiga Termine Freitag, 27.5. Geschlossen (Betriebsausflug) Donnerstag, 2. 6. 20.00 Uhr Elternabend Sternengruppe
Periodische Termine: Elterncafé/Handarbeitskreis: Do von 8:30 bis 12:00 Uhr Initiativkreis: i.d.R. jeden 2. Do/Monat um 8:30 Uhr Leih- und Stöberbücherei: donnerstags von 8:00 bis 9:00 Uhr Elterncafé mit pädagogischem Thema: i.d.R. jeden 4. Do/Monat um 8:30 Uhr Vorstandssitzung: i.d.R. jeden 3. Mo/Monat um 20:00 Uhr Rudolf Steiner Kindergarten Gerresheim e.V. Diepenstr. 15, 40625 Düsseldorf, Tel: 0211-23 41 07, Fax: 0211-621 81 55
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282. Mittwochsbrief
Redaktion: mittwochsbrief@waldorfschuleduesseldorf.de
Andrea Vogelgesang Tel.: 0211/6790245, Katharina Meyer, Oda Sabelberg, Stefan Kehrer, Dirk Hauf, Nina Acquaviva (Layout). Bezüglich der abgedruckten Beiträge nimmt die Redaktion keine inhaltliche Zensur vor, jedoch behalten wir uns Kürzungen vor.
Rudolf Steiner Schule • 40625 Düsseldorf • Tel.: 0211/232069 • Fax: 0211/233458
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