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Paradies und Passion - Zum Abschied von Joachim Brune
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Ein schöner Einstieg muss das gewesen sein, vor rund dreißig Jahren: Joachim Brune erinnert sich noch genau an sein Bewerbungsgespräch an einem Karnevalssamstag an der Diepenstraße. Es gab eine lange Unterhaltung mit Herrn Repp, Herrn Piel und Herrn Rösgens: „ Wir haben eigentlich drei Stunden gelacht“, kommentiert Joachim Brune den Austausch mit seinen damals zukünftigen Kollegen. Dabei fiel ihm die Entscheidung gar nicht so leicht, nach Düsseldorf zu kommen, denn er war kurz zuvor wieder in seine Heimatstadt Hamburg zurückgekehrt. Dort hätten ihm in der näheren und weiteren Umgebung 14 Waldorfschulen zur Verfügung gestanden. Private Gründe und ein Gespräch mit seinem Hauptunterrichts- Lehrer Stefan Leber aus dem Stuttgarter Waldorf-Lehrer-Seminar gaben dann den Ausschlag.
Seine erste Klasse war die damalige sechste Klasse, die er übernahm, nachdem ihre damalige Klassenlehrerin schwanger geworden war, und bis zur achten Jahrgangsstufe begleitete. „Die Anfangszeit war ganz schön anstrengend“, erinnert er sich. "Ich begann mit einer Epoche in Geometrie, einer Materie, die ich zuvor noch nie unterrichtet hatte. Neue Schule, neuer Stoff – das war eine Herausforderung! Aber von der 6. zur 7. und von der 7. zur 8. Klasse wurde es immer leichter, und als ich dann die Erstklässler bekam, war es paradiesisch", kommentiert er. Als „Passionszeit" hingegen beschreibt er mit einem Augenzwinkern das Zeugnisschreiben in all den Jahren. Ganz nach alter Schule wurde damals alles per Hand - und mit dem innerlich aufgestellten Bild des jeweiligen Schülers – geschrieben. Es ging ja nicht nur darum, schulische Leistungen zu spiegeln, sondern auch das Charakteristische des Kindes in dem speziellen Schuljahr nachzuzeichnen. Als eine Art Höhepunkt bezeichnet Joachim Brune das Gefühl, wie er sich mit der Übernahme seiner „ ersten ersten“ Klasse so richtig dazugehörig fühlte: „Ich war angekommen, und jeder wusste: "Du gehörst hierhin.“
Bekannt war der Lehrer für seine besonderen Tafelbilder. Für jede Epoche, und oft auch zwischendrin, hat er ein neues angefertigt. „Damit war ich an den Nachmittagen und am Sonntag schon drei Stunden, und manchmal auch länger, beschäftigt“, erläutert er und betont deren Wirkung und Wichtigkeit dahingehend, dass sie wie Stimmungsbilder seien, mit denen ganz stark das Gemüt der Kinder angesprochen werde. Zudem ahmten die Schüler die Maltechnik des Lehrers, der mit der Kreide großflächig das Format bearbeite, in ihren Heften mit den Blöckchen und Stiften in eng geführter Schraffurtechnik nach. Beabsichtigt waren nicht Striche und Konturen;die Überlappung von Farbflächen war gewollt. „Dadurch werden die Bilder vieldeutig und wecken die Phantasie. Sie bergen Geheimnisse, geben Rätsel auf“, erklärt Joachim Brune. Im damals noch regelmäßigen Samstagsunterricht wurden das Aquarellmalen und Schwaz-Weiß-Zeichnen intensiv geübt. "Manchmal trauten wir uns in der achten Klasse auch schon an das perspektivische Zeichnen mit Fluchtpunkten heran, nachdem zu Anfang der Mittelstufe bereits mit der Farbperspektive bewusst umgegangen worden war", erläutert Joachim Brune. Auch diese Thematiken bedurften guter Einarbeitung und Vorbereitung. Nach nunmehr fast dreißig Jahren hat der Lehrer dreieinhalb Klassenzüge begleitet und darüber hinaus Englisch, den freien christlichen
Religionsunterricht und Ethik bzw. Philosophie (teilweise auch im Abitur) unterrichtet. In den Jahren hat er nicht nur vier Achtklassspiele inszeniert, sondern auch Kantaten von Günther Kretzschmar wie den Rattenfänger oder Till Eulenspiegel eingeübt, die er auch dirigiert hatte. Joachim Brune hat an so einigen Lehrerschauspielen teilgenommen; manche erinnern sich noch an die Fünfzehn Schnüre Geld, die unsere damalige Schauspiellehrerin Frau Köngeter inszeniert hatte, in der er den weisen Richter darstellte. In den Weihnachtsspielen (Paradeis-, Christgeburts- und Dreikönigsspiel) ist er besonders in der Rolle des roten Königs, des Melchior, in Erinnerung geblieben..
Den Rückblick auf seine Lehrerlaufbahn resümiert Joachim Brune folgendermaßen: „Ich bin dankbar für all die Erlebnisse hier. Ich habe Erfahrungen gemacht, die ich sonst nie hätte machen können. z. B. Ski-Fahren mit der sechsten Klasse. Von der Bedeutung, die das gemeinsame Singen an der Waldorfschule haben sollte, war ich zutiefst überzeugt und habe mich darum die ganzen Jahre besonders gekümmert, auch wenn das hartnäckig verbreitete Gerücht, dass ich nur gesungen hätte, natürlich Unsinn ist. Singen macht Spass, um Uli Führes Wort aufzugreifen, und verbindet. Es ist etwas anderes, etwas nur zu hören, sondern es auch ins Herz zu nehmen, wie es beim aktiven Tun der Fall ist."
Die Gegenwart an der Diepenstraße endet nun, und der Blick geht nach vorne: Joachim Brune zieht es nach so vielen Jahren wieder in Richtung Norden, wo er bereits viele Kontakte hat und im Weiteren vielleicht nicht zuletzt auch musikalisch tätig sein wird. A.V. |
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Zum Abschied von Doris Triebe
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Eine Klasse mit vierzig Kindern, so wie an Waldorfschulen des Öfteren anzutreffen, mag für Doris Triebe nicht ganz so ungewöhnlich gewesen zu sein, zumal sie selbst als Kind noch eine dörfliche Zwergenschule besucht hatte, in der ein einziger Lehrer 80 Schüler in einem einzigen Raum in allen Fächern unterrichtete.
Nach ihrer Referendariatszeit in den Fächern Deutsch und Philosophie mit dem Abschluss des II. Staatsexamen als Gymnasiallehrerin arbeitete sie mehrere Jahre in einem Hamburger Problemgebiet mit Jugendlichen auf einem"Spiel"- Platz mit Werkhof-Charakter. In dieser Zeit entstand ihr Interesse für die Waldorfpädagogik und Anthroposophie. Aus familiären Gründen zog sie in den achtziger Jahren dann nach Düsseldorf, wo sie zunächst mehrere Jahre bei der Firma Henkel am Computer tätig war. Dabei wurde ihr immer klarer, dass sie den Lehrerberuf vermisste. „Ich war dann sehr froh, als es mir möglich war, für eine längere Zeit an der Diepenstraße in der damaligen zweiten Klasse zu hospitieren. Ich begann zudem die berufsbegleitende Ausbildung zur Klassenlehrerin mit dem Nebenfach Handarbeit in Herne, wohin ich dreimal wöchentlich fuhr. Zudem ergab es sich, dass ich die Zweitklässler `übernehmen´ konnte, da die Klassenlehrerin inzwischen ihr erstes Kind erwartete.“ Doris Triebe hat immer ein besonderes Gewicht darauf gelegt, das soziale Miteinander der Klassen- und Schulgemeinschaft zu pflegen. Insbesondere in schwierigen Situationen brachte sie viel menschliches Verständnis auf und zeigte immer wieder auch die Fähigkeit, alle Fünfe gerade sein zu lassen. Die unaufgeregte Klärung in Streitfällen war ihre besondere Stärke.
Blickt sie nun auf die gut zwanzig Jahre an der Düsseldorfer Waldorfschule zurück, sagt sie klar: „Hier habe ich meine Berufung gefunden, meine Tätigkeiten zuvor würde ich dagegen lediglich als Arbeitsstelle bezeichnen. Insofern bin ich dankbar für diese Zeit.“ Auch wenn sie in Zukunft voraussichtlich nicht in Düsseldorf bleiben wird, ist sie sich sicher, der Schule und den Schülern verbunden zu bleiben. A.V. |
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Termine
Mittwoch, 29.06.2016 20.00 Uhr Elternabend der OGS im Gelben Haus
Samstag, 2.07.2016 10.30 Uhr Festsaal Konzert der Klassenorchester
Dienstag, 5.7. und Mittwoch, 6.07.2016 Mündliche Abiturprüfungen
Mittwoch, 6.7.2016 Elternabend der kommenden ersten Klasse Haus am See
Donnerstag, 7.07.2016 ab 10.00 Uhr Putztag
Freitag, 8.07.2016 8.00-10.00 Uhr Zeugnisvergabe
Mittwoch, 24.08.2016 Erster Schultag nach den Sommerferien |
Termine Kindergarten
Freitag, 2.7.2016 15:30 Sommerfest (vormittags geschlossen)
Freitag, 1.7.2016 20:00 Uhr Elternfest
Samstag, 2.7.2016 8:30 - ca. 13:00 Handwerkertag /Arbeitssamstag Mondengruppe
Dienstag 5.8.2016 8:00 - ca.12:00 Uhr Schulkinderausflug
Mi. 6.8.2016 8:00 - ca.12:00 Uhr Uhr Schulkinderausflug - Für die jüngeren Kinder ist an den Tagen des Schulkinderausflugs ihrer Gruppe jeweils kein Kindergarten (Ausnahmen sind nach Absprache möglich)
Do. 7.8.2016 8:00 - ca.12:00 Uhr Schulkinderausflug
Fr. 8.7.2016 Schulkinderverabschiedung
Mo.- Fr. 11.7. - 15.7.2016 Feriengruppe
Letzter Kindergartentag vor den Ferien Der Kindergarten öffnet wieder am 22. August
Der Kindergarten öffnet wieder am 8. August mit Feriengruppen |
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Innere und äußere Haltung
Am 4.Juni 2016 war es soweit, die 4.Klasse brach zur ihrer ersten Klassenfahrt auf. Eine Woche Ferien auf dem Reiterhof stand an. Für viele Kinder war dies eine große Herausforderung, denn zum ersten Mal waren sie so lange von ihren Eltern und Geschwistern getrennt. Eine Herausforderung, welche sie mit Bravour meisterten.
Für mich war es das vierte Mal, das ich mit einer 4.Klasse nach Schafstedt auf diePonyfarm fuhr. Schafstedt ist ein kleiner Ort in Schleswig - Holstein unweit des Nord - Ostsee - Kanals, auf dem man mehr Hochseeschiffe sehen kann als im Hamburger Hafen. Auch die Nähe zur Nordsseküste lud dazu ein, das Meer auf einer Wattwanderung zu erkunden. In der 6.Klasse werden wir dann auf der Skifahrt das Hochgebirge erkunden. Aber warum sollte man die erste Klassenfahrt gerade auf einem Reiterhof verbringen?
Pferde stehen für Kraft, Stärke, Ausdauer und Schönheit. Sie sind sehr auch soziale Wesen. Als Fluchttiere haben sie hoch spezialisierte Wahrnehmungs - und Verhaltensweisen angelegt. Deshalb können sie bei ihrem Gegenüber und in der Umgebung sofort emotionale Spannugen wahrnehmen und sich darauf einstellen. Diese Fähigkeit der Pferde, uns unsere innere und äußere Haltung ständig widerzuspiegeln, bietet eine wunderbare Möglichkeit der persönlichen Weiterentwicklung unserer Kinder. Das Pferd fordert von ihnen eine eindeutige Haltung und Klarheit. Es reagiert auf Gestik, Stimme, Atmung, Stimmungen, unsere Körperspannung und die Echtheit unserer Beziehung. Der Umgang mit dem Pferd schafft immer eine beruhigende, motivierende Atmosphäre, denn Pferde sind von Natur aus neugierig und freundlich.
Auch fördert der Umgang mit Pferden bei den Kindern die Körperwahrnehmung. Im Bewegungsrhythmus mit dem Pferd lernen sie ihren Körper zu spüren. Sie erfahren Körperkontakt, lernen Nähe auszuhalten und zu geben. Das Pferd spiegelt Emotionen ganz direkt und unverfälscht wieder und macht dadurch innere Prozesse sichtbar. Im Umgang mit dem Pferd kann Vertrauen neu erlernt werden. Zudem fördert das Reiten die Konzentration und Ausdauer.
Die Schüler der 4.Klasse waren auch eingebunden in die Pflege und das Putzen des Pferdes. Hierbei ging es in erster Linie nicht um das "Saubermachen des Pferdes", sondern vielmehr um eine Intensivierung des Körperkontaktes. Es geht um das Berühren und Berührtwerden. Natürlich geht es auf einer Klassenfahrt auch um Gruppenprozesse, z.B. um die Fragen: Wer leitet wen und inwiefern kann der Einzelne Unterstützung einfordern und annehmen? Für mich stellt diese Fahrt am Ende der Unterstufenzeit eine Initiation dar, einen Aufstieg in einen anderen persönlichen Seinszustand, den Übergang in die Mittelstufe.
Siehe auch:www.orenda-ranch.com.de, www.die-ponyfarm.de Volker Wodin |
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Bücherstube
Erstklassige Bücher aus 2. Hand Öffnungszeiten: Do. 8 - 12 Uhr und Fr. 8-13 Uhr und zu allen Festen. Eingang an der Rückseite des Saalbaus, neben dem „Fuchsbau“ der OGS. Donnerstags von 8-12 Uhr betreut Alwine Wickenbrock den Verkauf und gleichzeitig den Handarbeitskreis, der parallel dort stattfindet. Interessierte können gerne mitmachen. |
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BIOraum
Liebe Kunden Für die näherrückenden Sommerferien können Sie gerne Lebensmittelvorbestellungen bei uns machen.
Wir wünschen Ihnen erholsame Sommerferien und sind ab dem dem 24.08.2016 wieder für Sie für da. Ihr BIOraum-Team |
Stoff und Spiel
Liebe Kunden
Ab sofort ist alles für die Einschulung bereit. Wir wünschen Ihnen schöne Ferien.
Ihr Stoff und Spiel Team |
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Lehrern, Eltern und Schülern wünschen wir sonnige Zeiten und erholsame Wochen!
Die Redaktion
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284. Mittwochsbrief
Redaktion: mittwochsbrief@waldorfschuleduesseldorf.de
Andrea Vogelgesang Tel.: 0211/6790245, Katharina Meyer, Oda Sabelberg, Stefan Kehrer, Dirk Hauf, Nina Acquaviva (Layout). Bezüglich der abgedruckten Beiträge nimmt die Redaktion keine inhaltliche Zensur vor, jedoch behalten wir uns Kürzungen vor.
Rudolf Steiner Schule • 40625 Düsseldorf • Tel.: 0211/232069 • Fax: 0211/233458
www.waldorfschuleduesseldorf.de • info@waldorfschuleduesseldorf.de
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