293. Mittwochsbrief – 15.02.2017
 
mosaike
 

Örtchen mit Stil – Gestaltung der Schultoiletten

Normalerweise lädt ein Toilettenbesuch nicht gerade zu großer Vorfreude ein, geschweige denn, dass man erwarten würde, dort mit Kunst konfrontiert zu werden. Genau dies erwartet einen aber seit Anfang des Schuljahres, wenn man im Unterstufenbereich das „Stille Örtchen“ aufsucht.

Unter Anleitung der gelernten Mosaikkünstlerin Sarah Rose haben die SchülerInnen der Klassen 1-4 im vergangenen Sommer eine Neugestaltung vorgenommen.
Die Mutter zweier Kinder an unserer Schule wurde dabei von der Mosaizistin Almut Laux aus Ahaus unterstützt. Sarah Rose führt die Besonderheit von Mosaiken an, deren Technik darin besteht, aus beliebigen zurechtgeschnittenen Fragmenten etwas Neues zu gestalten. Sie erklärt: „Mosaike erwecken Bewunderung und reizen zur Nachahmung. Sie werden schon seit dem 4. Jahrtausend vor Christus im öffentlichen, wie im häuslichen Bereich angewandt, denn sie sind praktisch, schön, dauerhaft, magisch und beeindruckend zugleich.“ Bevor die UnterstufenschülerInnen ihre Kreativität ausleben konnten, wurden in Holland Fliesen aus einer reichen Farbpalette für den Innenbereich ausgesucht und gekauft. Die Kinder schlugen sie in der Schule dann mit einem Hammer klein und sortierten sie nach Farben. Über zwei Wochen haben sie sie danach im Hauptunterricht individuell zu eigenen kleinen Mosaiken auf Netze zusammengelegt.

„Dazu gab es reine Jungen- bzw. Mädchentische, denn die Farben sollten für die Jungen-
toiletten grün/blau, und gelb/orange/rot für die Mädchen
gehalten werden. Im Weiteren wurden mit einem Pinsel die Fliesenstücke mit Leim bestrichen, bevor sie auf zugeschnittene runde Netze geklebt wurden,“ beschreibt Sarah Rose die Arbeit, die allerdings zu dem Zeitpunkt noch lange nicht zu Ende war. Denn die Mosaike mussten noch an die Wände gebracht werden.

Für die Zwischenräume bedurfte es weißer Fliesen und die Einzelteile wurden wie ein Puzzle dazwischen zusammengesetzt, wobei immer auf die richtige Fugenbreite geachtet werden musste. Sozusagen in Wechselschicht, immer nur ca. 15 Minuten durften die Kinder an der Wand werkeln, damit auch alle an die Reihe kommen konnten.

Am Ende wurden die mehr als 160 Mosaike verfugt, geputzt und poliert. Wer nicht bis zum nächsten Toilettengang warten möchte oder dem Unterstufenalter entwachsen ist, kann sich schon mal hier auf den Fotos ein Bild von der Gestaltungskraft der kleinen Künstler machen.

A.Vogelgesang

 
 
 
 
 

Im Rück-Blick

momo-samstag-ora-271

Dass Theaterstücke allgemein an Schulen aufgeführt werden, ist nicht ungewöhnlich. Allerdings ist die Teilnahme für SchülerInnen freiwillig und Vorbereitungen und Probearbeiten finden außerhalb des Stundenplans als AG statt.

Anders ist es an Waldorfschulen, da gehören Klassenspiele zum pädagogischen Konzept und sind verpflichtend. Jüngst haben die Achtklässler von Frau Zöpke „Momo“ mit sehr viel Erfolg auf die Bühne gebracht. Die Zeit der Inszenierung ist allerdings ein langer Prozess: vom Aussuchen einer entsprechenden literarischen Vorlage, über Textbearbeitung, erste Proben einzelner Szenen bis zur Premiere werden den Jugendlichen die unterschiedlichsten Fertigkeiten abverlangt. Denn diese Art der Schularbeit geht über die Erfassung von Inhalten weit hinaus: Es wird gelernt, sich in seine Rolle, also eine andere Persönlichkeit, hineinzuversetzen und dabei ein Stück weit seinen eigenen Standpunkt aufzugeben.

Aber nicht nur schauspielerische Fähigkeiten sind gefragt, sondern auch viel Geduld und Rücksichtnahme, wenn man gerade nicht szenisch involviert ist oder auch nur eine kleinere Rolle hat. Da heißt es: warten und sich zurücknehmen in dem Bewusstsein, dass jeder Einzelne zu dem Gelingen am Ende seinen eigenen wichtigen Beitrag leistet. Insbesondere die Endphase stellt für die Heranwachsenden eine Herausforderung dar:
„Die vielen Proben waren manchmal echt anstrengend. Aber die die Aufführungen waren ein Erfolg! Was ich persönlich auch gemerkt habe ist, dass so ein großes Projekt zusammen-
schweißt!“, so eine Schülerin der 8. Klasse. Und eine andere Klassenkameradin fügt hinzu: „Das Gefühl auf der Bühne zu stehen vor so vielen Leuten war unglaublich!“

Die SchülerInnen erleben sich in einer ganz anderen als ihrer Alltagsrolle. Und doch verleihen sie mit ihrer Individualität den Figuren eine ganz eigene Färbung. Dabei müssen sie aber stets zielorientiert bleiben, um die Botschaft des Protagonisten den Zuschauern verständlich zu machen. Eine aus pädagogischer Sicht wichtige Aufgabe für Jugendliche in der Pubertät, in der sich Verstandes-, Gefühls- und Willenskräfte neu ordnen. So sind im Probenalltag auch Unruhe und Konzentrationsschwierigkeiten immer wieder zu überwinden. „Noch eine Woche vor der ersten Schulaufführung wirkte vieles lange nicht bühnenreif“, erzählt eine Mutter, die die Probenarbeiten kontinuierlich begleitet hat. Die Erfahrung zeigt aber, dass wenn es ernst wird, all das Gelernte sitzt und die Schüler mit Ernsthaftigkeit und Freude agieren.
In diesem Sinne resümiert auch Frau Zöpke: 
„Mit der ersten Generalprobe vor Publikum sind die SchülerInnen über sich hinausgewachsen. Alle hatten Spaß und sind happy über den Erfolg.“
Andrea Vogelgesang

 
 
 
 
 

Liebe Eltern,

erinnert Ihr Euch an das schöne Eltern-Lehrer-Begegnungswochenende im Herbst 2014 mit vielen interessanten Workshops und gemeinsamen Aktivitäten? Oder an die Eltern-Lehrer-Feste im Winter 2015 & 2016? Da war doch ein schöner Austausch möglich und eine besondere Stimmung spürbar - Schule mal anders!

Für die Organisation eines solchen Festes im Sommer oder eines Wochenendes im Herbst 2017 wünschen wir uns noch tatkräftige Unterstützung und / oder Ideen für die Umsetzung. Wir freuen uns auf Eure Rückmeldung!
Kontakt: Luzie Cames-Komov: luzie.cames-komov@gmx.de.

 
 
 
 
 

Biete

Hochwertige Schreineranfertigung Schreib- und Spieltisch
Vollauszüge mit Reling, Fuss-Stütze, ein festes Standbein links, Rollen unter Container rechts (womit sich der Tisch einfach im Raum verschieben lässt)
Maße: Tischplatte: 137 x 81 x 28 cm ( B x T x Dicke), Plattenhöhe - Oberkante: 71 cm, Container aussen: 67 x 38 x 73 cm (H x B x T), Schübe innen: 22 x 30 x 60 cm (H x B x T)
Preis: € 490,- (NP € 2200,- )
Tel. 02104 - 30 11 434

 

Gitarre auf dem Schulgelände gefunden. Kennt jemand den Eigentümer?
Bitte im Kindergartenbüro melden.

 
 
 
 
 

Bücherstube

Erstklassige Bücher aus 2. Hand.
Öffnungszeiten: Donnerstag 8:00- 12:00 h und Freitag von 8:15 - 11:30 h und zu allen Festen. Maria Stolte freut sich auf Ihren Besuch.
Eingang an der Rückseite des Saalbaus, neben dem „Fuchsbau“ der OGS.

Donnerstags von 8-12 Uhr betreut  Alwine Wickenbrock den Verkauf und gleichzeitig den Handarbeitskreis, der parallel dort stattfindet. Interessierte können gerne mitmachen.

 
 
 
 
 

Termine

16.02.2017
Startschuss Jahresarbeiten 11. Klasse

17.02.2017
Elternsprechtag

21.02.2017
Elternabend der Klasse 4r, Beginn 19.30 Uhr

24.02.2017
Karneval 1.-8. Klasse

25.02.-05.03.2017
Karnevalsferien16.02.2017

Termine KIGA

Periodische Termine:
Elterncafé / Handarbeitskreis:
Do von 8:30 bis 12:00 Uhr
Initiativkreis:
i.d.R. jeden 2. Do/Monat um 8:30 Uhr
Leih- und Stöberbücherei:
donnerstags von 8:00 bis 9:00 Uhr
Elterncafé mit pädagogischem Thema:
i.d.R. jeden 4. Do/Monat um 8:30 Uhr
Vorstandssitzung:
i.d.R. jeden 3. Mo/Monat um 20:00 Uhr

Rudolf Steiner Kindergarten Gerresheim e.V.
Diepenstr. 15 
40625 Düsseldorf 
Tel:  0211-23 41 07
Fax: 0211-621 81 55

 
Zitat_292
 

293. Mittwochsbrief

Redaktion: mittwochsbrief@waldorfschuleduesseldorf.de
Andrea Vogelgesang Tel.: 0211/6790245, Katharina Meyer, Stefan Kehrer, Franz Glaw,
Nina Acquaviva (Layout). Bezüglich der abgedruckten Beiträge nimmt die Redaktion keine inhaltliche Zensur vor, jedoch behalten wir uns Kürzungen vor.
Rudolf Steiner Schule • 40625 Düsseldorf • Tel.: 0211/232069 • Fax: 0211/233458
www.waldorfschuleduesseldorf.de • info@waldorfschuleduesseldorf.de