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Zeitlose Klassik - Perikles von William Shakespeare in einer Aufführung von TheaterTotal
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Jørn Stocker ist gerade mal 21 Jahre alt und doch zweifelt man keinen Moment daran, dass er die Rolle eines ehrwürdigen Helden angemessen auf die Bühne bringen wird. Mit seiner großen Statur, dem Vollbart und dem locker nach hinten fallenden mittel- langen Haar entspricht sein Phänotyp schon a priori der Vorstellung eines Perikles, der in Shakespeares Werk auf schicksalhafte Weise seine Familie verliert und viele Höhen und Tiefen im wahrsten Sinne des Wortes durchschiffen muss. Dabei durchlebt er eine breite Gefühlspalette von tiefster Verzweiflung bis hin zu höchstem Glück und hält allen Herausforderungen tugendhaft stand. Jørn gehört zum Ensemble von Theater Total aus Bochum und nun kurz vor der vierten Aufführung des Shakespeare-Dramas berichtet er an einem frühlingshaften Nachmittag auf dem sonnigen Vorplatz des Theaters von seinen Erfahrungen, die er seit knapp einem Jahr sammeln konnte. Gemeinsam mit 21 weiteren jungen Teilnehmern arbeitete er unter der künstlerischen Leitung von Barbara Wollrath-Kramer an der Inszenierung des Stückes. Er erzählt wie er zunächst im Juli vergangenen Jahres an einem zwei Tage dauernden Workshop teilnahm, an dem improvisiert, getanzt und in kleinen Szenen gespielt wurde. Und wie er sich freute unter 60 Bewerbern ausgewählt zu werden. Als dann eine Gruppe von zunächst 29 Teilnehmern ihr Theaterjahr antrat, wurde sich an das Stück herangetastet, wobei jede/r zunächst jede Rolle spielte bis es zur endgültigen Festlegung kam. Die Regisseurin Wollrath-Kramer betont, dass keiner etwas Besseres und die Rollenaufteilung auch nicht wie eine Hierarchie zu verstehen sei. Sie selbst war viele Jahre Schauspielerin bis sie sich vor 21 Jahren nach einem schweren Unfall umorientierte. „Als ich über den Berg war, fasste ich den Entschluss, etwas Besonderes im Leben zu tun, etwas, das anderen Menschen hilft. Da kam mir die Idee, junge Erwachsene, die zwischen Schule und Beruf stehen, dabei zu unterstützen, eine Orientierung zu finden.“ Auch wenn die Tournee am Ende des Jahres mit bis zu 50 Aufführungen den krönenden Abschluss bildet, wird weit mehr als Schauspiel gelernt. Dies bringt die 18jährige Evalotte Pietsch, im Stück die verlorene Tochter Perikles`, folgendermaßen auf den Punkt: „Man wird absolut gefordert. Man verbringt die ganze Zeit mit den Leuten und lernt die anderen, aber auch sich selbst im Sozialen Miteinander richtig kennen. Während des ganzen Projekts erleben wir, dass wir emotional und sozial aufeinander angewiesen sind. Jeder hat seine Aufgabe und trägt Verantwortung.“ Barbara Wollrath-Kramer betont, dass sich die Erfahrungen eben auch auf ganz alltägliche Belange beziehen, wie kochen, hauswirtschaften etc., wobei den Teilnehmern nur ein schmales Budget zur Verfügung steht. Ebenso liegen die Technik, das Bühnenbild, Auf- und Abbau, die Planung und Organisation der Tournee durch ganz Deutschland bis in die Schweiz in den Händen der Teilnehmer. „Es ist ein Geschenk an die jungen Menschen, zu erleben wie sie aus eigener Energie und Kraft solch ein Projekt meistern. Indem alle Lebensbereiche, eben auch über das Darstellen hinaus in ihr Aufgabenfeld fallen, erfahren sie, dass Leben und Arbeit ineinander übergehen und eins sind“, kommentiert die Regisseurin weiter.
Auch die 19 jährige Elena, die Perikles` totgeglaubte Frau Thaisa spielt, ist beeindruckt von der Intensität der Zeit: „Man gibt immer 100 Prozent und alle ziehen an einem Strang. Im Rückblick gefällt mir auch sehr, dass wir gemeinsam mit Flüchtlingskindern und Schülern einer Düsseldorfer Sonderschule, eine Tanzperformance einstudiert haben. Fragt man, ob sie nach Abschluss der Tournee vorhat, im Schauspielfach zu bleiben, winkt sie ab, verweist aber darauf, dass sie sich ihre berufliche Zukunft gut in den Bereichen Projektorganisation, Öffentlichkeitsarbeit oder soziale Arbeit vorstellen könne. So liegt der tiefere Sinn von TheaterTotal auch nicht darin, Schauspieler auszubilden, sondern junge Menschen mit sich selbst und der Realität vertraut zu machen, wie kann dies besser geschehen als mit einer derart intensiven Forderung in so vielen Bereichen.
Am 27. Juni wird „Perikles“ auch in Düsseldorf an unserer Schule gespielt. Hier hat der 20jährige Leander Glaw in seiner Schulzeit schon oft auf der Bühne gestanden. Nun wird er hier als der Erzähler Gower durch das Drama führen und als Bordellbesitzer zu sehen sein, so wie eigentlich alle Mitstreiter gleich in mehrere Rollen schlüpfen. Keiner bleibt im Off, damit die Energie aller konstant auf die Vorstellung fokussiert ist. „Mit einem Achtklassspiel begann damals meine Begeisterung fürs Theater“, berichtet Leander und fügt hinzu: „Auch in der zehnten und zwölften Klasse haben wir Stücke inszeniert, u.a. in englischer Sprache. Nun freue ich mich darauf, wieder hier auftreten zu können.“ Für ihn steht auch schon fest, dass er nach Abschluss des Jahres an Schauspielschulen vorsprechen wird.
Übrigens, Shakespeares „Perikles“ ist über 400 Jahre alt und die historische Vorlage bezieht sich sogar auf eine vorchristliche Zeit. Der Inhalt aber erscheint zeitlos, mit den psychologisch tiefgründigen Einblicken in die Vielfalt menschlicher Charaktere zwischen Gut und Böse und dem Standhalten des Helden und seiner Familie gegenüber allen Widrigkeiten - was man neudeutsch als äußerst resilient bezeichnen würde.
Andrea Vogelgesang
Link zum Trailer “Perikles” : https://www.youtube.com/watch?v=-FfwZ1NvQ8M |
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Am Ball bleiben - Fußball AG an der Rudolf Steiner Schule Düsseldorf: Schüler trainieren Schüler
Waldorf und Fußball, das sind zwei Dinge, die man nicht unbedingt zusammenbringt. Könnte man meinen. Eher denkt man wohlmöglich an Eurythmie und die tänzerische Darstellung des Namens… weit gefehlt. Vor mehr als drei Jahren gründete ein Oberstufenschüler der Rudolf Steiner Schule Düsseldorf eine Fußball AG, um SchülerInnen der 3. und 4. Klassen im Volksport Fußball zu unterrichten. Wie es dazu kam, geht wiederum auf eine für die Waldorfpädagogik sehr zentrale Maßnahme zurück, nämlich die Jahresarbeiten: Von der 11. bis zur 12. Klasse setzen sich Schüler mit einem selbst gewählten Thema auseinander, vom Umbau eines alten Bauwagens über den Entwurf einer eigenen Kollektion bis hin zum Unterrichten einer Sportart. Am Ende tragen sie ihre Ergebnisse einem Publikum im Saal vor und reflektieren in einem Kolloquium im Rückblick kritisch ihre Arbeit. So fiel vor drei Jahren für den damals 18 jährigen Leander die Wahl auf das Thema Fußball, in dessen Rahmen er erstmalig eine entsprechende AG gründete. Seinen jüngeren Mitschüler Kilian regte dies an, dieses Engagement fortzusetzen und sich in der 11. Klasse auch mit der Thematik im Rahmen seiner Jahresarbeit intensiv auseinanderzusetzen, sowie parallel einen Trainerschein beim DFB zu erwerben. Die Waldorflehrerin Lina Zöpke betont in diesem Zusammenhang: " An diesem Projekt ist auch sehr bemerkenswert, wie verantwortungsbewusst und engagiert sich ältere Schüler gegenüber den jüngeren zeigen und weit über die Jahresarbeit hinaus aktiv bleiben.“ Man könnte auch sagen, am Ball bleiben...., denn im Rahmen der AG treffen sich die Spieler, hauptsächlich SchülerInnen der 2.-4. Klasse, regelmäßig einmal in der Woche, um 75 Minuten gemeinsam zu trainieren. Dass für Kilian nicht nur das Fußballspielen im Vordergrund steht, wird deutlich, wenn er erzählt: „Die investierte Zeit ist nichts gegen das, was von den Kindern in Form von Spaß und Dankarbeit zurück kommt“. Gemeinsam mit seinem Freund Aaron trainiert er die Fußball AG, die nunmehr zum dritten Mal an dem diesjährigen Jan-Wellem-Pokal teilnimmt, bei insgesamt 60 Düsseldorfer Grundschulen gegeneinander antreten. Nun aber sucht Kilian einen Nachfolger, vielleicht einen Oberstufenschüler, der nach seinem Abitur in seine Fußballstapfen treten könnte. Die Vorrunde fand am 14.06.2017 auf den Plätzen an der Esprit Arena statt. Leider hat es unsere Mannschaft nicht weiter geschafft, aber sie hat für ihren tollen und fairen Einsatz den „FairPlay Pokal“ bekommen, unter den 60 Mannschaften wurden 10 FP Pokale verliehen.
Andrea Vogelgesang |
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Bioraum im Wandel
Wir dürfen gespannt sein, was uns im neuen Bioraum erwartet. Gesine Wollburg, die neue Besitzerin, freut sich sehr auf die neue Aufgabe. „Simone Soika hat das so wunderbar gemacht die ganzen Jahre und es ist auch eine wunderbare Schule und das Konzept des Ladens passt dort so gut rein. Ich freue mich, das weiterzuführen“, berichtet sie.
Vieles bleibt bestehen, einiges wird sich ändern. So bleibt das alte Sortiment und die Eltern können ihre Einkäufe in gewohnter Weise tätigen. Demeter und Bio stehen auch weiterhin ganz oben auf der Prioritätenliste. Die Zusammenarbeit mit den bisherigen Zulieferern wie der Herkules-Bäckerei und dem Windrather Tal wird fortgeführt. Und auch alle Mitarbeiter des alten Bioraums bleiben dem neuen Laden erhalten.
Gesine Wollburg schwärmt von der Chance, den Schülern ein gesundes Frühstück bieten zu können, dass die Kinder von sich aus gerne nutzen. Das Frühstücksangebot soll noch erweitert werden, um alle Kinder durch ein attraktives Angebot und faire Preise zu einem guten Frühstück zu animieren. Dazu soll es beispielsweise belegte Brötchen in verschiedenen Preislagen geben.
Die Eltern können in aller Ruhe im Laden einkaufen oder auch gemütlich einen guten Kaffee trinken. Hier sollen auch eventuelle Unverträglichkeiten der Kunden Berücksichtigung finden.
Die Öffnungszeiten werden sich leicht ändern und je nach Bedarf etwas länger werden.
Wichtig! Die bisherige Möglichkeit, dass die Kinder anschreiben lassen, wird es nicht mehr geben. Stattdessen haben die Eltern die Möglichkeit, im Bioladen und bei Stoff und Spiel Gutscheine zu erwerben, die dann für die Kinder im Laden hinterlegt werden können.
Aus organisatorischen Gründen schließt der Bioraum in diesem Schuljahr schon am Freitag, den 23. Juni.
Gesine Wollburg betont, dass sie sich sehr darauf freue, den Bioraum zu übernehmen und sagt überzeugt: „diesen Laden macht man, weil man Freude daran hat.“
K. Meyer |
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Herzlich willkommen zum Oberstufenkonzert beim Sommerfest
Das Oberstufenkonzert am 24. Juni 2017 um 18:30 Uhr bietet dieses Jahr wieder eine Vielzahl an interessanten Darbietungen und verspricht ein besonderer Genuss zu werden. Die Streicher, Holz- und Blechbläser, der große Chor mit Klavier, Lyrikdarbietungen, Tanz, Stimmbildung/Musiktheater, Percussion, Improvisationtheater und verschiedene Chöre werden Sie mit Stücken von Bedřich Smetana über Johann Strauss bis Cole Porter erfreuen. Ein sehr vielseitiges Programm, dass von Lehrern und Dozenten mit den Schülern der Klassen 8-12 erarbeitet wurde. Das ausführliche Programm liegt bei Konzertbeginn am Saaleingang aus. Viel Vergnügen! |
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Bücherstube
Erstklassige Bücher aus 2. Hand. Öffnungszeiten: Donnerstag 8:00- 12:00 h und Freitag von 8:15 - 11:30 h und zu allen Festen. Maria Stolte freut sich auf Ihren Besuch. Eingang an der Rückseite des Saalbaus, neben dem „Fuchsbau“ der OGS.
Donnerstags von 8-12 Uhr betreut Alwine Wickenbrock den Verkauf und gleichzeitig den Handarbeitskreis, der parallel dort stattfindet. Interessierte können gerne mitmachen. |
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Termine
24.06.2017 Sommerfest (Klassen 1-4), 15.00 Uhr – 18.00 Uhr, Sommerkonzert (Klassen 9-12) 18.30 Uhr
26.06.2017 Elternabend 7. Klasse
27.06.2017 Schulfrei wegen mündlicher Abiturpfüfungen
27.06.2017 19 Uhr TheaterTotal spielt Perikles König von Tyrus/Wenn Tyrannen küssen |
Termine KIGA
Periodische Termine: Elterncafé / Handarbeitskreis: Do von 8:30 bis 12:00 Uhr Initiativkreis: i.d.R. jeden 2. Do/Monat um 8:30 Uhr Leih- und Stöberbücherei: donnerstags von 8:00 bis 9:00 Uhr Elterncafé mit pädagogischem Thema: i.d.R. jeden 4. Do/Monat um 8:30 Uhr Vorstandssitzung: i.d.R. jeden 3. Mo/Monat um 20:00 Uhr
Rudolf Steiner Kindergarten Gerresheim e.V. Diepenstr. 15 40625 Düsseldorf Tel: 0211-23 41 07 Fax: 0211-621 81 55 |
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300. Mittwochsbrief
Redaktion: mittwochsbrief@waldorfschuleduesseldorf.de Andrea Vogelgesang Tel.: 0211/6790245, Katharina Meyer, Stefan Kehrer, Franz Glaw, Nina Acquaviva (Layout). Bezüglich der abgedruckten Beiträge nimmt die Redaktion keine inhaltliche Zensur vor, jedoch behalten wir uns Kürzungen vor. Rudolf Steiner Schule • 40625 Düsseldorf • Tel.: 0211/232069 • Fax: 0211/233458 www.waldorfschuleduesseldorf.de • info@waldorfschuleduesseldorf.de |
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