320. Mittwochsbrief – 23.01.2019
 
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A Midsummer Night's Dream
Englisches Klassenspiel der 10. Klasse

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Die Schülerinnen und Schüler der
10. Klasse wagen sich ans alte Englisch, um Shakespeares Komödie
„A Midsummer Night’s Dream“
(„Ein Sommernachtstraum“) in moderner Adaption auf die Bühne zu bringen

Es ist Mittsommer und es ist heiß. Thesia, die – in diesem Fall weibliche – Herzogin Athens, steckt mitten in den Vorbereitungen für ihre Hochzeit mit der Amazonenkönigin Hippolyta. Indessen liegt die Aristokratie des Waldes im Zwist, Elfenkönig Oberon will seiner Gattin Titania eins auswischen und stiftet seinen Elfendiener Puck zu allerlei Intrigen an, die dieser mithilfe einer Zauberblume durchführt und die auch in der Menschenwelt für Liebesverwirrungen sorgt. Im Mittelpunkt stehen die jungen Männer Demetrius und Lysander und die Mädchen Hermia und Helena. Indes die arbeitende Klasse von Athen durch eine Handvoll Handwerker vertreten wird, die als Laienschauspieler ein komisches Stück (im Stück) auf der finalen Hochzeit zum Besten geben.

Dass Shakespeare zeitlos ist, dürfte allgemein bekannt sein. Themen wie Intrigen und Liebe sind heute so aktuell wie damals. Und gestern wie heute kämpfen Jugendliche gegen die Lebensumstände und dafür, ein selbstbestimmtes Leben zu führen und nicht das, was ihre Eltern oder die Gesellschaft sich für sie erträumt haben. Einige Prämissen haben sich geändert, die Kämpfe bleiben dieselben.
Wie aufschlussreich daher die Tatsache, dass die Liebhaber im Stück ungefähr so alt sind, wie die schauspielenden Schüler – damals wurde früh geheiratet.

Auf der Suche nach einem geeigneten Stück für das Zehntklasspiel fiel die Wahl schnell auf den „Sommernachtstraum“, der schon in der achten Klasse eine Option war, dann aber zugunsten von „Momo“ verworfen wurde. Zudem ist es ein typisches Stück in den USA, wo es an vielen High Schools aufgeführt wird. „Wir wollten ein Stück, das schon bekannt ist“, sagt die Englischlehrerin Frau Sielaff, die das Stück zusammen mit Nermina Kukic führt. „Auch viele Deutsche kennen das Stück, was gut ist beim englischen Klassenspiel, denn so können Sie dem Stück besser folgen.“

Zur Vorbereitung haben die Schüler das Stück im Unterricht mit ihrem Englischlehrer Herrn Schmitz gelesen. In der Projektwoche im Oktober befassten sie sich dann mit Shakespeare und seiner Zeit und haben verschiedene Auszüge aus unterschiedlichen Inszenierungen geschaut und analysiert, um zu sehen, wie man Shakespeare aufführen kann.

Die Klasse hat die Ideen des Stücks in die Moderne geholt. Ernenek, der den Puck spielt,
nennt es „ohne Zeit und Raum. Wir haben keine Grenzen, an die wir uns halten müssen“.
Auf musikalischer Ebene kommen Hip-Hop und Ska-Elemente oder New Age zum Tragen.

Die große Besonderheit dieser Aufführung aber ist die Sprache, denn die Klasse führt das Stück in der Originalsprache auf, also auf „Early Modern English“, statt sich einer modernen Adaptation zu bedienen. Dieses Frühneuenglisch, das auch „Shakespeare’s English“ genannt wird, wurde etwa zwischen den Jahren 1500 und 1700 gesprochen.
Um es dem Zuschauern zu erleichtern, wurde das Stück gekürzt, aber ansonsten wurde wenig verändert.
Eine weitere Besonderheit im Stück sind die Schülermusikanten: eine Schülerin spielt Geige, ein anderer Schüler den irischen Dudelsack und ein weiterer Klavier.

Für die Klasse ist das Theaterstück eine Herausforderung als Gemeinschaft, in der die Gruppe zusammenarbeiten und gemeinsam kleine und größere Schwierigkeiten überwinden muss.
Für jeden einzelnen gilt es, jede Figur gebührend zu interpretieren und dazu nicht nur den Text auswendig zu lernen, sondern ihn dann mit der Figur und den für das Englische typischen Gesten zu verbinden, mit der Satzmelodie einer anderen Sprache und schließlich, ihn vor dem Publikum zu präsentieren.

Frau Sielaff verrät, dass die Schüler toll mitmachen und sich auch mit viel Engagement in der Technikgruppe, bei den Maskenbildnern oder der Kostümgruppe einbringen und sagt: „Sie machen ihre Sache wirklich schon sehr gut!“

Ernenek und Helene, die die Helena spielt, sind sich einig: „Theater spielen macht Spaß!“
Auch wenn es manchmal anstrengend ist, weil sie so lange in der Schule sind, aber das sei schnell vergessen. Auf die Frage, weshalb die Leute das Stück besuchen sollen, antwortet Ernenek überzeugt: „Weil das ein sehr großes Stück Arbeit war, wir haben sehr viel Mühe hineingesteckt und ich glaube, es wird gut!“ Einige der Schüler haben den Eindruck, dass heutzutage viele das Stück eher nicht kennen – ein Grund mehr, die Aufführung zu besuchen.

Die Vorstellungen sind öffentlich und ALLE Eltern, Freunde und Bekannte sind herzlich eingeladen!
Termine:
Freitag, 01.02.2019 um 19:30 Uhr
Samstag, 02.02. 2019 um 19:30 Uhr
Sonntag, 03.02. 2019 um 16:00 Uhr

 
 
 
 
 

Rückblick auf Vortrag und Seminar

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Am Freitag den 18.01. 2019 hielt Alexander Schaumann einen Vortrag zum Thema
"Das Menschenbild in der Waldorfpädagogik"
und darauf aufbauend am Samstag den 19.1.2019 ein Seminar mit praktischen Übungen.
Im ersten Teil des Seminars knüpfte er an den Vortrag an und wies darauf hin, dass das gestern gezeichnete Bild einer Pflanze auf der Tafel erst durch das Hinzufügen eines Hintergrundes, in diesem Fall des Erdbodens, des blauen Himmels und der Sonne, zu einem lebendigen Bild wurde, in das das Kind wie auch der Erwachsene eintauchen könne. Das reine Schema bliebet kalt und unreal.  Anschließend griff er den Zusammenhang von physischem Leib, Ätherleib, Astralleib und Ich noch einmal kurz auf, um dann in die Runde zu fragen: "Warum sind Sie davon überzeugt ein Ich-Wesen zu sein?" Daraus entstand ein lebhaftes Gespräch und allen Beteiligten wurde das Ich immer greifbarer. Die praktische Übung des zweiten Teils bestand dann darin, dass zwei Freiwillige vor der Gruppe fünf Minuten durch den Raum liefen, während die Beobachter dieses Gehen in seiner Charakteristik aufnehmen sollten. 

Im Gespräch konnten viele Details und ein sehr deutlicher Unterschied festgestellt werden. 
Eine ähnliche Erfahrung machten wir im dritten Teil, als wir den Blick eines Teilnehmers betrachteten. Beide Übungen waren sehr persönlich, die Atmosphäre war jedoch geschützt und das Erlebnis schlicht ernährend. Im letzten Teil des Seminars hielt Herr Schaumann einen Vortrag zum Astralleib. Dabei kam er wieder auf den Begriff des Bildes, das Steiner in diesem Zusammenhang Vorstellung nennt. Beim Umgang des Ichs mit der Außenwelt scheint diese eine wesentliche Bedingung zu sein. Durch Steigerung der antipathischen Kräfte des Astralleibs können wir Menschen sowohl die Vorstellung bilden, als auch einen seelischen Innenraum. Mit der Steigerung der Sympathie verbinden wir uns dagegen mit der Welt.

Damit schließe ich, obwohl ich lange weiter berichten könnte.
Für mich war es ein erfüllter Tag.
Jette Rohr 

Weitere Seminare finden am 09.02.2019 und am 23.03.2019 statt.
Späte Einsteiger sind willkommen. Es wird eine knappe Wiederholung geben. 

Die Ankündigung für das nächste Seminar am 09.02.2019:
"Der Ätherleib – der stille Helfer für das alltäglich-praktische wie auch für das geistig-kreative Leben".
Von 14:00-15:00 Uhr bietet Frau Roloff an diesem Tag Formenzeichnen an.
Auch neu Hinzukommende sind herzlich eingeladen.

 
 
 
 
 

Konzert des Mittelstufenorchesters und -Chors
in der  Schlosskirche Eller

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Wir laden Sie herzlich zum Konzert des Mittelstufenorchesters und -Chors am 30.01.2019 um 18.00 Uhr in der Schlosskirche in Eller ein. 

Trotz der begrenzten Probenzeit erwartet Sie ein buntes Programm von ca. einer Stunde: Eingerahmt von zwei Orchesterstücken zu Beginn und am Ende singt der Mittelstufenchor fünf Stücke. Außerdem erwarten Sie einige solistische Beiträge von Schülern der Mittel- und Oberstufe (Michelle, Eun Hee, ein Flötenduo von Mio und Vera, eine Händelsonate gespielt von Ernenek und Leonard singt).

Im vergangen Jahr konnte das Mittelstufenorchester im Pfarrsaal der Eller Kirche im Rahmen des Seniorencafés spielen, dieses Jahr bekommen die Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Klasse unserer Schule die Gelegenheit, ein eigenes Konzert in der wunderbaren Akustik der Schlosskirche zu geben.
Die Idee, die Konzerte auch an Orten außerhalb des Saals und der Waldorfschule stattfinden zu lassen , ist sicherlich ausbaufähig und eine tolle Gelegenheit für die musizierenden Schüler/innen, Erfahrung zu sammeln, die dann in das Oberstufenorchester einfließen können.

Im Rahmen des 40jährigen Schuljubiläums der Düsseldorfer Waldorfschule steht das Konzert des Mittelstufenorchesters und -Chors in der Eller Schlosskirche unter dem Motto: Schüler spielen für Schüler und natürliche für Sie. Wir freuen uns über zahlreiches Publikum.

 
 
 
 
 

Unterrichtsausfall am 25./26. Januar

Liebe Eltern,
wir möchten Sie noch einmal daran erinnern, dass am 25. und 26. Januar die Aufnahmegespräche in den Räumen der Unterstufe stattfinden. Da an dem Verfahren viele Lehrer beteiligt sind, hat die 1. - 8. Klasse am Freitag den 25. Januar kein Unterricht.
Für die Klassen 9 - 12 findet der Unterricht wie gewohnt statt.

Mit freundlichen Grüßen 
für den Aufnahmeausschuss
Isabel Quante

 
 
 
 
 

Zirkus AG – mit Zukunft? Wer hilft mit?

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Liebe Eltern, Freunde,
seit Beginn diesen Schuljahres treffen wir uns mit großem Enthusiasmus jeden Donnerstag mit 15 - 20 Kindern (ab Klasse 5) zur Zirkus AG.
Wir erarbeiten uns mit viel Freude und Ausdauer die Grundfähigkeiten im Seilspringen, Akrobatik, Tanz u.v.m. Da sind den Entwicklungsmöglichkeiten keine Grenzen gesetzt...
Aufgrund unvorhersehbarer privater Umstände sind von fünf geplanten Zirkus-AG Betreuern, nur noch zwei übrig geblieben. Und bald fällt eine von den beiden, die noch da sind, vorerst aus, aufgrund der Geburt ihres 4. Kindes.
Um ein Wachsen und Fortbestehen der Zirkus AG zu gewährleisten, wünschen und brauchen wir dringend noch personelle Unterstützung durch Erwachsene.
Die einzige Voraussetzung ist: Freude an der Sache!
Am liebsten ist uns natürlich jemand, der regelmäßig und zuverlässig am Donnerstag von 14:30-16:30 Uhr anwesend sein kann, aber auch Einspringer, wenn mal Not am Mann oder der Frau ist, sind willkommen.
Übrigens: Auch wenn die eigenen Kinder jünger sind als 11 Jahre, wenn man selber mithilft, dürfen die eigenen Kinder selbstverständlich auch dabei
sein in der ZirkusAG (ab Schulalter).
Ein Kennenlernen unserer Arbeit ist immer möglich!
Wer sich angesprochen fühlt, melde sich gerne bei uns!
Clarissa von Coelln und Veronika de Vries
Clarissa.voncoelln@gmail.com und devries@waldorfschuleduesseldorf.de
 
 
 
 
 

Termine

25.01.2019
Aufnahme 1. Klasse
(Schulfrei für die Klassen 1- 8)

30.01.2019
Konzert Mittelstufe, Schlosskirche Eller, Beginn 18.00 Uhr

31.01.2019
Schüleraufführung Theater 10. Klasse

01.02.2019
Theater 10. Klasse, Beginn 19.30 Uhr

02.02.2019
Theater 10. Klasse, Beginn 19.30 Uhr

03.02.2019
Theater 10. Klasse, Beginn 16.00 Uhr

Termine KIGA

02. und 03.02. 2019
jeweils 10-13 Uhr Workshop "Bewegungsentfaltung"
für Eltern und Pädagogen
mit Julia Wermelskirch
im Rudolf-Steiner-Kindergarten 

 
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320. Mittwochsbrief

Redaktion: mittwochsbrief@waldorfschuleduesseldorf.de
Katharina Meyer, Stefan Kehrer, Martin Petersohn, Oda Sabelberg, Nina Acquaviva (Layout). Bezüglich der abgedruckten Beiträge nimmt die Redaktion keine inhaltliche Zensur vor, jedoch behalten wir uns Kürzungen vor.
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