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A Midsummer Night's Dream Englisches Klassenspiel der 10. Klasse
Die Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse wagen sich ans alte Englisch, um Shakespeares Komödie „A Midsummer Night’s Dream“ („Ein Sommernachtstraum“) in moderner Adaption auf die Bühne zu bringen Es ist Mittsommer und es ist heiß. Thesia, die – in diesem Fall weibliche – Herzogin Athens, steckt mitten in den Vorbereitungen für ihre Hochzeit mit der Amazonenkönigin Hippolyta. Indessen liegt die Aristokratie des Waldes im Zwist, Elfenkönig Oberon will seiner Gattin Titania eins auswischen und stiftet seinen Elfendiener Puck zu allerlei Intrigen an, die dieser mithilfe einer Zauberblume durchführt und die auch in der Menschenwelt für Liebesverwirrungen sorgt. Im Mittelpunkt stehen die jungen Männer Demetrius und Lysander und die Mädchen Hermia und Helena. Indes die arbeitende Klasse von Athen durch eine Handvoll Handwerker vertreten wird, die als Laienschauspieler ein komisches Stück (im Stück) auf der finalen Hochzeit zum Besten geben. Dass Shakespeare zeitlos ist, dürfte allgemein bekannt sein. Themen wie Intrigen und Liebe sind heute so aktuell wie damals. Und gestern wie heute kämpfen Jugendliche gegen die Lebensumstände und dafür, ein selbstbestimmtes Leben zu führen und nicht das, was ihre Eltern oder die Gesellschaft sich für sie erträumt haben. Einige Prämissen haben sich geändert, die Kämpfe bleiben dieselben. Wie aufschlussreich daher die Tatsache, dass die Liebhaber im Stück ungefähr so alt sind, wie die schauspielenden Schüler – damals wurde früh geheiratet. Auf der Suche nach einem geeigneten Stück für das Zehntklasspiel fiel die Wahl schnell auf den „Sommernachtstraum“, der schon in der achten Klasse eine Option war, dann aber zugunsten von „Momo“ verworfen wurde. Zudem ist es ein typisches Stück in den USA, wo es an vielen High Schools aufgeführt wird. „Wir wollten ein Stück, das schon bekannt ist“, sagt die Englischlehrerin Frau Sielaff, die das Stück zusammen mit Nermina Kukic führt. „Auch viele Deutsche kennen das Stück, was gut ist beim englischen Klassenspiel, denn so können Sie dem Stück besser folgen.“ Zur Vorbereitung haben die Schüler das Stück im Unterricht mit ihrem Englischlehrer Herrn Schmitz gelesen. In der Projektwoche im Oktober befassten sie sich dann mit Shakespeare und seiner Zeit und haben verschiedene Auszüge aus unterschiedlichen Inszenierungen geschaut und analysiert, um zu sehen, wie man Shakespeare aufführen kann. Die Klasse hat die Ideen des Stücks in die Moderne geholt. Ernenek, der den Puck spielt, nennt es „ohne Zeit und Raum. Wir haben keine Grenzen, an die wir uns halten müssen“. Auf musikalischer Ebene kommen Hip-Hop und Ska-Elemente oder New Age zum Tragen. Die große Besonderheit dieser Aufführung aber ist die Sprache, denn die Klasse führt das Stück in der Originalsprache auf, also auf „Early Modern English“, statt sich einer modernen Adaptation zu bedienen. Dieses Frühneuenglisch, das auch „Shakespeare’s English“ genannt wird, wurde etwa zwischen den Jahren 1500 und 1700 gesprochen. Um es dem Zuschauern zu erleichtern, wurde das Stück gekürzt, aber ansonsten wurde wenig verändert. Eine weitere Besonderheit im Stück sind die Schülermusikanten: eine Schülerin spielt Geige, ein anderer Schüler den irischen Dudelsack und ein weiterer Klavier. Für die Klasse ist das Theaterstück eine Herausforderung als Gemeinschaft, in der die Gruppe zusammenarbeiten und gemeinsam kleine und größere Schwierigkeiten überwinden muss. Für jeden einzelnen gilt es, jede Figur gebührend zu interpretieren und dazu nicht nur den Text auswendig zu lernen, sondern ihn dann mit der Figur und den für das Englische typischen Gesten zu verbinden, mit der Satzmelodie einer anderen Sprache und schließlich, ihn vor dem Publikum zu präsentieren. Frau Sielaff verrät, dass die Schüler toll mitmachen und sich auch mit viel Engagement in der Technikgruppe, bei den Maskenbildnern oder der Kostümgruppe einbringen und sagt: „Sie machen ihre Sache wirklich schon sehr gut!“ Ernenek und Helene, die die Helena spielt, sind sich einig: „Theater spielen macht Spaß!“ Auch wenn es manchmal anstrengend ist, weil sie so lange in der Schule sind, aber das sei schnell vergessen. Auf die Frage, weshalb die Leute das Stück besuchen sollen, antwortet Ernenek überzeugt: „Weil das ein sehr großes Stück Arbeit war, wir haben sehr viel Mühe hineingesteckt und ich glaube, es wird gut!“ Einige der Schüler haben den Eindruck, dass heutzutage viele das Stück eher nicht kennen – ein Grund mehr, die Aufführung zu besuchen.
Die Vorstellungen sind öffentlich und ALLE Eltern, Freunde und Bekannte sind herzlich eingeladen! Termine: Freitag, 01.02.2019 um 19:30 Uhr Samstag, 02.02. 2019 um 19:30 Uhr Sonntag, 03.02. 2019 um 16:00 Uhr |
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