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Der Musiklehrer Bruno Monteferrante
Bruno Monteferrante Alberto arbeitet seit September 2019 als Musiklehrer an unserer Schule und ist neben dem Musikunterricht in der Oberstufe für die Leitung des Chors zuständig. Geboren wurde Herr Monteferrante in Botucatu, Brasilien. Dort begann er in der 5. Klasse mit dem Klavierspiel. Sein großer Traum war jedoch das Schlagzeug. Das war zunächst nicht möglich, da er kein Instrument besaß und seine Familie ein bisschen dagegen war. So sparte er Geld, dass er von Großeltern und bei anderen Gelegenheiten bekam, erfüllte sich in der 6. Klasse seinen Traum und kaufte sich von seinem eigenen Geld ein Schlagzeug. Zunächst lernte er ein Jahr allein, in der 7. Klasse trat er dann einer Band bei. Er wollte mehr über das Instrument lernen und begann, Unterricht zu nehmen und schloss sich der Marching Band der Schule an. Als seine Schule kostenlosen Instrumentalunterricht anbot, entschloss er sich, ein drittes Instrument zu lernen und begann mit Klarinettenunterricht. Ab der 9. Klasse besuchte er das Konservatorium, im Hauptfach Klavier, was hieß, dass er zusätzlich zur Schule zweimal pro Woche den ganzen Nachmittag Unterricht in Musiktheorie, Ensemble, Flöten und weiteren Instrumenten hatte. In der Oberstufe spielte er bereits im staatlichen Blasorchester Klarinette, dem er sieben Jahre lang treu blieb. Nebenbei spielte er in seiner Oberstufenzeit in einem Orchester und trat gegen Bezahlung mit einer Band auf. Parallel zum Blasorchester, zur Schule und zum Konservatorium war er zudem im staatlichen Symphonieorchester als Schlagzeuger engagiert. Außerdem spielte er in kleineren Bandprojekten mit Freunden. Nach seinem Schulabschluss wollte er in São Paulo Musikproduktion studieren. Er bestand zwar die Aufnahmeprüfung, doch da seine Eltern bereits das Studium seiner Schwester finanzierten, konnten sie sich ein weiteres Studium nicht leisten und baten ihn, ein Jahr zu warten. Er nutze die Zeit, um Geld als Tontechniker und in einem Steuerbüro zu verdienen, nebenbei besuchte er Tontechnik-Kurse. Als ein Jahr später immer noch nicht genug Geld für das gewünschte Studium da war, wollte er nicht länger warten und begann ein BWL-Studium. Der ursprüngliche Plan war, dieses Fach nur für ein Jahr zu studieren und nebenbei weiter Geld für das Wunschstudium zu verdienen. Er fand das Studium dann aber doch so interessant, dass er das BWL-Studium beendete und im Dezember 2013 erfolgreich abschloss. Während dieses BWL-Studiums entstand sein erster Kontakt mit der Waldorfschule. Neben dem Studium arbeitete er als Tontechniker in einem Aufnahmestudio und lernte dort einen Musiker namens André kennen. André erzählte ihm von einer Eurythmiegruppe, die er bereits mehrmals auf einer Tournee durch Deutschland begleitet hatte und machte ihn mit der Waldorfschule bekannt. Im April 2011 bekam Herr Monteferrante einen Anruf: Geplant war eine weitere Deutschlandtournee mit einer Eurythmiegruppe, bestehend aus Schülern der 12. Klasse von zwei verschiedenen Waldorfschulen, die von derselben Eurythmielehrerin – Susana Murbach - unterrichtet wurden. Es handelte sich um die Aitiara Schule aus Botucatu und die Viver Schule aus Bauru. André begleitete die Tour als Akkordeonspieler. Zur Gruppe gehörten außerdem Schüler einer weiteren Schule, der Förderschule APAE, die die Gruppe als Percussionisten begleiten sollten. Die Teilnahme der Förderschule wurde jedoch abgelehnt, weil die Behinderungen der Kinder als zu schwerwiegend erachtet wurden, um die Reise anzutreten. So wurde kurzfristig jemand gesucht, der das ganze Schlagwerk spielen konnte. Herr Monteferrante sagte sofort zu. Zwei Wochen lang tourte die Truppe durch verschiedene Waldorfschulen in Deutschland. Für ihn war es der erste Besuch in Europa. Er sagt: „Ich war in Europa verliebt, in Deutschland. Und diese Idee nahm Form an. Ich wollte schon lange andere Länder besuchen, vielleicht auch woanders leben. Und nach dieser Tour dachte ich: Ok, warum nicht Deutschland?“ Daraufhin schränkte er seine musikalischen Tätigkeiten etwas ein. Er spielte zwar noch im Blasorchester, aber die kleinen Auftritte mit Bands auf Hochzeiten ließ er bleiben und arbeitete stattdessen vermehrt als Tontechniker, um Geld beiseitelegen zu können. „Mein Highlight war, dass ich einmal im Jahr diese Tour durch die Schulen in Deutschland mitmachen durfte. Als ich das dritte Mal mit auf Tour ging, war mir endgültig klar, dass ich nach Deutschland gehen wollte. Ich hatte auch Witten kennengelernt. Mein Traum war schon immer, die Musik zum Beruf zu machen, deshalb wollte ich in Deutschland studieren, in Witten.“ Zunächst stand jedoch noch der Abschluss des BWL-Studiums an, dass er nicht abbrechen wollte. Parallel begann er, Deutsch zu lernen, sobald für ihn feststand, dass er nach Deutschland gehen würde. Als er 2014 zum vierten Mal mit der Eurythmiegruppe nach Deutschland kam, flog die Gruppe am Ende alleine zurück nach Brasilien und Herr Monteferrante blieb. Nach bestandener Aufnahmeprüfung nahm er im September 2014 sein Musikstudium auf. Er finanzierte das Studium durch allerlei Jobs wie Kellnern, Pizzabote und kleinere Stipendien. Den drei Jahren Studium mit Diplom und seinem Abschlusskonzert mit Klavier und Schlagwerk im Hauptfach, schloss sich ein Jahr Praktikum an der Blote Vogel Schule in Witten an. Da die Schule zu der Zeit keinen Musiklehrer hatte, übernahm er mithilfe seines schulischen Betreuers und einem Institutsbetreuer die Unterrichtsgestaltung. Dem Jahrespraktikum folgten 2018 Lehrprobe und Abschlussarbeit. Er blieb für ein weiteres Schuljahr an der Blote Vogel Schule und machte nebenbei eine einjährige Fortbildung an der Freien Hochschule Stuttgart, um seine Diplomgenehmigung in ein Hochschulexamen zu erweitern. Im Anschluss bewarb er sich bei mehreren Waldorfschulen in NRW, hospitierte an der RSSD bei Frau Beckmann und fand die Schule auf Anhieb super. Neben den Schülern und dem Kollegium lobt er auch die ausgezeichnete Struktur der Schule, die mit einem Flügel, toller Technik und einer Musikbibliothek ausgestattet ist. Mit unserem Eurythmielehrer Wilson Dos Santos zusammen spielt Herr Monteferrante in einer Party-Band, mit der er im Rahmen unseres Zirkusprojektes im vergangenen Jahr auch an unserer Schule auftrat und das Speisehaus zum Beben brachte. Sein großer Traum wäre es, an der Schule eine Bigband zu gründen. Er sagt: „Das ist eine Idee, die mir wirklich Spaß machen würde und auch die Schüler fänden es toll!“ Wir hoffen, dass Herr Monteferrante, seinen Traum in die Realität umsetzen kann und wünschen ihm dafür und für seine weiteren Aktivitäten innerhalb und außerhalb des Musikunterrichtes viel Erfolg! Katharina Meyer |
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Informationsabend am 22.9.2020
Liebe Eltern, durch die neue Schulmail vom 12.8.2020 ist es wieder möglich, dass Eltern das Schulgelände zu pädagogischen Zwecken besuchen können. Elternabende dürfen also wieder stattfinden, wenn auch unter bestimmten Auflagen. In den vergangenen Jahren hatten wir für die zukünftigen Schuleltern ein umfangreiches Informationsprogramm zusammengestellt, welches auch viel eigene Aktivität enthielt. Dies muss in diesem Schuljahr leider alles entfallen. Trotzdem möchten wir Sie wenigstens an einem Abend einladen, um Ihnen stichpunktartig die wichtigsten Elemente vorzustellen, die speziell für unsere Schule gültig sind. Dieser Abend ist für das Aufnahmeverfahren verpflichtend. Darüber hinaus möchten wir Sie bitten, sich über Webseiten (z.B. unsere eigene oder die des Bundes der Waldorfschulen) und die einschlägige Literatur hinreichend über die Grundlagen der Waldorfpädagogik zu informieren. Informationsabend am 22.9.2020 um 19.30 im Saal der Schule - Bitte melden Sie sich zu diesem Abend per Mail im Schulbüro an. Eltern von Geschwisterkindern und Eltern, deren Kinder im letzten Jahr zurückgestellt wurden, sind zur Teilnahme nicht mehr verpflichtet, alle interessierten Menschen sind aber selbstverständlich herzlich eingeladen.
- Bitte bringen Sie zu diesem Abend ihren eigenen Stift mit und tragen Sie bis zu ihrem Platz eine Mund-Nasen-Bedeckung. Zwischen den Reihen muss immer eine Reihe frei bleiben und zwischen einzelnen Personen oder Paaren 3 Plätze.
Mit freundlichen Grüßen Für den Aufnahmeausschuss Isabel Quante |
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Speisehaus
Das Speisehaus hat seine Türen wieder von kurz vor 12 Uhr bis ca. 14.15 Uhr geöffnet, allerdings unter strengen Hygienemaßnahmen und nur für die Schüler und Mitarbeiter der Schule. „Eltern und Kindergartenkinder dürfen wir leider noch nicht wieder verköstigen“, berichtet Herr Schabinger. „Wir mussten ein Hygienekonzept beim Gesundheitsamt einreichen, es wurde alles geprüft und dann wurde der Betrieb wieder erlaubt.“
So sitzen die Schüler zwischen Trennwänden in ihrem Klassenverband. Natürlich müssen auch hier die Masken bis zum Platz getragen werden. Ist eine Klasse fertig, wird desinfiziert und die nächsten dürfen über das Einbahnstraßensystem durch den Schulgarten Ihr Essen holen. Sind alle Plätze belegt, dürfen keine weiteren Schüler das Speisehaus betreten. Ausserdem darf sich niemand mit mitgebrachtem Essen im Raum aufhalten. Auch die Essensausgabe ist sehr streng geregelt. „Wir bereiten die Tabletts in der Küche vor und geben sie fertig aus, es gibt keine Selbstbedienung mehr“. Die Mahlzeiten sind auf das rein vegetarische Gericht begrenzt. Die Toiletten sind nur für Speisehausbenutzer geöffnet, leider für niemanden sonst. Trotzdem sind alle froh, dass wieder Essen im Speisehaus möglich ist. „Und größtenteils kann man hier von einem reibungslosen Ablauf sprechen, trotz all der Regeln und Maßnahmen.“
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Bioladen
Der Bioladen hat wieder in gewohnter Weise geöffnet. Im Laden herrscht Maskenpflicht, es gilt die Abstandsregelung und Getränke und Lebensmittel dürfen nicht im Laden verzehrt werden. Trotz aller Regeln freuen wir uns, wieder für Euch da zu sein und wir haben den Eindruck, dass sich auch viele Schüler und Eltern freuen, wieder in den Laden kommen zu können. Die letzten Monate haben uns gezeigt, wie wichtig die kleinen Dinge im Leben sind und sei es nur eine Tasse Kaffee vor dem Bioladen am Morgen und ein kurzer Austausch mit anderen lieben Menschen. "Wir freuen uns sehr die vielen bekannten und neuen Gesichter der Schüler in den Pausen wiederzusehen", berichten Frau Buczilowski und Frau Tong. |
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Stoff & Spiel
„Wir sind wieder persönlich da“, freuen sich Frau Hartinger, Frau Menzel und Frau Kuchenbuch. Wenn alles gut läuft und niemand krank ist, hat Stoff und Spiel montags bis freitags von 8-14 Uhr geöffnet. Natürlich herrscht auch in Stoff und Spiel Maskenpflicht und die Personenzahl ist auf fünf Kunden begrenzt, aber alles andere ist nahezu wie vor dem Corona-Lockdown. Es kann telefonisch oder auch per Mail (stoffundspiel@yahoo.com) nach Dingen gefragt oder bestellt werden, besondere Wünsche bei Bestellungen oder die Suche nach Speziellem wird gerne unterstützt. Nach wie vor besteht das Sortiment aus Wolle und Bastelideen, Spielen, schönen Kleinigkeiten, Tüchern passend zur Jahreszeit, Kerzen und Engelwäsche (gerne mit Vorbestellung). Unsere Filzfee versorgt uns fast wöchentlich mit neuen, jahreszeitlich passenden Filzfigürchen, fertigt auf Bestllung auch gerne individuelle Wünsche und bietet regelmäßig Filzworkshops an. Bei Interesse einfach im Laden oder per Mail anfragen. Auch die Regenbogenbuchhandlung ist nach wie vor mit einer Buchauswahl im Laden vertreten, Buchbestellungen werden von Frau Klasen gerne zu uns an die Schule gebracht. Inzwischen können sowohl Bücher als auch die Waren von Stoff und Spiel per Karte bezahlt werden. Doch hat uns der Lockdown auch gezeigt, dass Umdenken und Veränderung angesagt ist. Stoff und Spiel ist jetzt sehr gut über Mail zu erreichen, gerne werden Bestellungen schon zusammengepackt und bei Wunsch auch kontaktlos übergeben. Inzwischen gibt es nur noch zwei Mütter, die ehrenamtlich einen Vormittag bei Stoff und Spiel arbeiten und so das Fortbestehen des Ladens an der Schule unterstützen. „Wir würden uns sehr freuen, wenn es weitere interessierte Menschen gibt, die unser Team vergrößern und unseren Laden und damit auch die Schule unterstützen möchten“, sagt Frau Hartinger.
Oda Sabelberg |
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Absage Weihnachtsmarkt 2020
Liebe Eltern, liebe Schüler, liebe Lehrer. Der Weihnachtsmarkt an unserer Schule wird in diesem Jahr leider ausfallen. Der Weihnachtsmarktkreis ist zusammen mit dem Vorstand zu dieser Entscheidung gekommen. Wir halten es nicht für vertretbar, während der Corona-Pandemie eine solche große Veranstaltung durchzuführen und möchten die Schule und alle Gäste vor potenziellen Ansteckungsrisiken schützen. Trotzdem wird es zusätzliche, weihnachtliche Aktivitäten an unserer Schule gebe: Geplant ist z.B. ein Weihnachtsbaumverkauf (genaues Datum wird noch bekannt gegeben), an dem in vorweihnachtlicher Atmosphäre ein schöner Weihnachtsbaum für das Fest zuhause erstanden werden kann. Wir haben dafür frische Nordmann-Tannen aus der Region bestellt. Außerdem freuen wir uns, dass einige unserer langjährigen HändlerInnen in der Vorweihnachtszeit Ihre wunderschönen, kreativ und liebevoll gestalteten Waren im Lädchen „Stoff und Spiel“ anbieten können. Details dazu, wann welchen Händler ausstellt, folgen und werden auf der Website unserer Schule veröffentlicht werden. Der Weihnachtsmarktkreis |
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Verkehrschaos am Morgen
In letzter Zeit kommt es leider vor allem morgens im Bereich der Diepenstraße und auf unserem Gelände zu einem kleinen Verkehrschaos – besonders die Fahrbahn Birnbaumallee und der Wendehammer werden vermehrt von Fußgängern und geparkten Fahrrädern genutzt.
Der Gebäude- und Geländeausschuss erinnert hiermit noch einmal an die Einhaltung der Hausordnung: Schüler, die mit dem Auto gebracht bzw. abgeholt werden, sollen an der Ecke „Josef Neuberger Straße/Diepenstraße“ oder auf dem Elternparkplatz aus- bzw. einsteigen. Dadurch werden Stauungen in der Diepenstraße vermieden. Die Einfahrt (Feuerwehrzufahrt) zur Schule muss ständig freigehalten werden, ebenso der Wendehammer auf Höhe der Schulküche. Fußgänger benutzen das kleine Eingangstor, Radfahrer steigen ab und schieben ihr Rad bis zum Fahrradabstellplatz. Fußgänger müssen aus Sicherheitsgründen den Fußweg Birnbaumallee benutzen und sollten durch das kleine Eingangstor das Schulgelände betreten. Der Fahrweg ist stets freizuhalten.“ Für den Gebäude- und Geländeausschuss Britta Treuel-Paulekat |
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Termine
Samstag, 19.09. Elternarbeitssamstag Dienstag, den 22.09. 19.30 Uhr Elternseminar für neue interessierte Eltern und Quereinsteiger (bitte mit Voranmeldung über Schulsekretariat) |
Suche
Ruhiger Student und ehemaliger Schüler der RSSD sucht 1-2-Zimmer-Wohnung in Düsseldorf oder Umgebung. Tel.: 0176 57897321; Mail: stephan@komov.de |
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344. Mittwochsbrief
Redaktion: mittwochsbrief@waldorfschuleduesseldorf.de Katharina Meyer, Oda Sabelberg, Dirk Hauf, Nina Acquaviva (Layout). Bezüglich der abgedruckten Beiträge nimmt die Redaktion keine inhaltliche Zensur vor, jedoch behalten wir uns Kürzungen vor. Rudolf Steiner Schule • 40625 Düsseldorf • Tel.: 0211/232069 • Fax: 0211/233458 www.waldorfschuleduesseldorf.de • info@waldorfschuleduesseldorf.de
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